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Trakl, Georg
(*3.2.1887 Salzburg, †4.11.1914 Krakau)

Österreichischer Dichter, stammte aus einer gutsituierten Familie und wurde Apotheker. Trakl lernte K. Kraus, A. Loos und den Kreis um die lit. philosoph. Zeitschrift »Der Brenner« kennen, in der er seine frühen Dichtungen veröffentlichte. Noch bevor Trakl als Sanitätsleutnant nach Galizien eingezogen wurde, machte er die Bekanntschaft von Else Lasker-Schüler. Nach einem gescheiterten ersten Selbstmordversuch starb er an einer Drogenüberdosis. Der Rauschgiftgenuss, dem sowohl Trakl selbst als auch seine Schwester schon früh verfallen waren, prägte auch die Werke des Dichters. Nach zahlreichen Gedichten und dem Drama Totentag (1906) wurde seit 1910 sein sehr persönlicher frühexpressionistischer Stil erkennbar, der durch meditative Assoziationen und eine allmähliche Entpersönlichung gekennzeichnet ist, z. B. in Sebastians Traum (1915) und Der Herbst des Einsamen (1920). Die Dichtung wird Ausdruck seiner Depressionen, Bilderreichtum zu wesentlichen Elementen seiner Gedichte, die im übrigen u.a. von Tolstoi, Dostojewski und Hölderlin lit. beeinflusst sind. Seine formal expressionistischen Dichtungen Offenbarung und Untergang (1947), Helian (1963) u. a. hatten nachhaltigen Einfluss auf die dt. Dichtung im 20.Jh. bes. nach 1945.


Vertonte Gedichte:

Allerseelen , Herbstseele , Klage und Romanze zur Nacht


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