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Lasker-Schüler, Else
(* 11.2. 1869 Elberfeld, †22.1.1945 Jerusalem)

Dt. Dichterin, stammte aus einer wohlhabenden jüd. Bürgerfamilie und heiratete nach dem Scheitern ihrer ersten Ehe den Expressionisten Herwarth Walden, durch den sie mit allen führenden Dichtern des Expressionismus in Beziehung kam. Bes. P. Hille, T. Däubler, F. Marc, G. Trakl, G. Benn, F. Werfel, R. Schickele und K. Kraus haben auf ihr Leben und ihre Dichtung entscheidenden Einfluss ausgeübt. L. ist zu den bedeutendsten lit. Kräften unseres Jh.s. zu zählen. 1933 musste sie aus Deutschland fliehen und starb 1945 völlig vereinsamt und verarmt. Das lit. Werk L.s ist typ. für die Jahrhundertwende zwischen Neuromantik und Expressionismus, Impressionismus und Psychologismus. Sicher hat die Lyrik G. Benns auf ihr Schaffen den nachhaltigsten Einfluss gehabt. Aus der Fülle berühmter Dichtungen, die anfängl. noch lebensfroh das Dasein bejahen, bis sie später immer stärker unter dem Druck der Zeitereignisse in düstere Resignation münden, müssen die Gedichte Styx (1902), Mein Wunder (1911) Hebräische Balladen (1913), Theben (1923) und Mein blaues Klavier (1943) hervorgehoben werden: Ihr Roman Mein Herz (1912) ist ein typ. Zeugnis für den frühen Expressionismus, der sonst keine eigtl. Romane hervorgebracht hat. Mit dem Schauspiel Die Wupper (1909) begründete sie das expressionist. Theater und wirkt mit diesem Werk auf das Theaterschaffen bis in unsere Tage. Ihre Erzählung Der Prinz von Theben (1914) und die zahlreichen theoret. Schriften sind nicht nur bedeutende Zeitdokumente, sondern auch künstler. Leistungen von höchster Qualität. Gesammelte Werke erschienen 1959 bis 1962 in 3 Bdn.


Vertonte Gedichte:

Nur dich , Senna Hoy , Weltende


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