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Eichendorff, Joseph Freiherr von
(* 10.3.1788 Schloß Lubowitz/Oberschlesien, †26.11.1857 Neiße)

Eichendorff stammte aus einer preußischen Adelsfamilie, studierte Jura und Philosophie in Halle und Heidelberg, war mit Arnim, Brentano und Holtei sowie mit Friedrich und Dorothea Schlegel befreundet. Eichendorffs Rang als einer der bedeutendsten Vertreter der dt. Romantik beruht auf seinen kunstvoll schlichten, volksliedhaften lyrischen Gedichten, die nicht nur seine Beziehung zur Natur, seine Erinnerungen an die Kindheit in dem von Wäldern umrauschten Schloss Lubowitz, sondern auch die ihm eigene Harmonie zwischen Poesie und Religion ausdrücken. Oft sind E.s Gedichte in Erzählungen eingefügt, die ihrerseits einen stark lyrischen Charakter haben. Seine Dramen, mit Ausnahme des Lustspiels Die Freier(1833), fanden wenig Beachtung. Großen Erfolg hatte er mit seinem Roman Ahnung und Gegenwart (1815), seinen Novellen, z.B. Das Marmorbild (1819) und Aus dem Leben eines Taugenichts (1826); diese Erzählung wurde weithin zum Beispiel romantischer Erzählkunst, da in ihr alle romantischen Stilelemente vereinigt sind. Sie hat bis heute nichts von ihrem Zauber eingebüßt. 1837 veröffentlichte er eine Sammlung Gedichte. Im Alter verfasste E. hauptsächlich literarisch-historische Schriften und Übersetzungen. Es ist die tiefe Tragik E.s., dass er als wohl freiheitlichster Romantiker sein Leben als preußischer Beamter verleben musste.


Vertonte Gedichte:

Mondnacht


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