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www.obliveon.de

Leichenwetter - Legende

Gothic mit einem dicken Schuss Elektronik und dann…….!! Texte von Ernst Stadler, Georg Trakl, Johann Gottfried von Herder, Ernst Moritz Arndt und - kaum zu glauben - Johan Wolfgang von Goethe, „Euer Ehren Arschloch“, Gott sei Dank nur als Text. Aber das in absoluter Spitzenklasse und Umsetzung. Absolut imponierend „Romanze zur Nacht“ von Georg Trakl, einfach nur toll umgesetzt. Was wäre wohl gewesen, hätten diese Herren die Möglichkeiten der heutigen Zeit, und diese auch gewusst in ihre Genialität einzubringen. Kaum vorstellbar. Aber Leichenwetter lassen es erahnen und zum Teil machen sie es gut, das in so manchem Grab vielleicht der eine oder Arsch wackelt. Hat was!! Diese CD hat alles, was grosse Kunst braucht. Die Legenden des Landes der Dichter und Denker, sowie das Können an ihrem Instrumentarium. Ein Hörbuch allererster Güte, ein Gothic Rock Album mit Hintergrund, Tiefe und Qualität. Allein der Mut, sich an diese Texte, in dieser Form zu wagen. Chapeau……………..
7/10 - RL


www.amboss-mag.de

Leichenwetter - Legende

Mit „Legende“ legen LEICHENWETTER ihr viertes Album vor. Auch nach über 10 Jahren Bandgeschichte bestimmt das außergewöhnliche Konzept den klanglichen und textlichen Inhalt der 12 Albumsongs. LEICHENWETTER bedienen sich klassischer Literatur mit deutschen Texten und formen daraus mit Hilfe hart stampfender, treibender und zuweilen auch düsterer Rockmusik ein wahrlich ungewöhnliches Werk.

Auf „Legende“ finden sich Texte von Ernst Stadler, Clemens Brentano, Georg Trakl, Johann Gottfried von Herder, Johann Wolfgang von Goethe, Conrad Ferdinand Meyer, Ernst Moritz Arndt und Heinrich Heine, die auf unterschiedlichste Weise interpretiert werden und ein Album ergeben, welches an episch-hymnischen Rock-Songs nicht gerade geizt. Dass sich auch in diesem Konzept kritisch-aktuelle Themen einbinden lassen, beweist eindrucksvoll der Titel "Beschwörung" (Heinrich Heine), der sich mit Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche auseinander setzt. Die einzige Ausnahme bildet eine mitreißende Coverversion von Falcos Out Of The Dark, die sich jedoch überaus harmonisch in das gesamte Klangbild einfindet.

Musikalisch und produktionstechnisch kann „Legende“ durch seine vielschichtigen Arrangements und eine abwechslungsreiche Instrumentierung überzeugen. Durchgehend von treibenden und schweren Gitarrenläufen bestimmt, werden gezielt und songdienlich immer wieder Keyboards, Streicher und akus-tische Gitarren eingesetzt, die die Spannung bis zum Ende erhalten. Auch gesangstechnisch ist LEICHENWETTER wirklich sehr gut besetzt. Mal knallhart, mal im sakral leiernden Metal-Stil, mal clean ist der Gesang sehr wandelbar, aber immer passend zur Stimmung der Songs.

Also ich werd mir „Legende“ nicht immer anhören können, aber die Musik von LEICHENWETTER bereichert meine Musiksammlung um einen weiteren neuen akustischen Aspekt.
(michi)


www.mindestverzehr.de

Leichenwetter - Legende

Im Zeitalter digitaler Medien fällt der Griff zum gebundenen Schinken für manch einen recht schwer, schon gar, wenn es sich dabei um deutsche Dichtkunst von so berühmten Schriftstellern wie „Johann Wolfgang von Goethe“ oder „Hermann Karl Hesse“ handelt. Doch was wäre, wenn sich gerade diese sonst so schwere Kost in einem musikalischen Gewand aus Knochen zermalmenden Gitarrenriffs, bebenden Drums und zwischenweltlichen Keyboardmelodien präsentieren würde, eine Mischung die den Gezeitenstaub von den Gräbern der verstorbenen deutschen Lyriker zu fegen gedenkt. Bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1996 gedenkt die Band Leichenwetter aus Iserlohn den im Jenseits wandelnden Autoren, vertont derer Hinterlassenschaften und spricht damit auch durchaus zeitliche Geschmäcker an.

Auch auf dem nunmehr fünften Studioalbum „Legende“ bleiben sich die Wetteranen stilistisch treu. Dies weiterhin im Sinne von poetischen Gedichten, die brachial vertont wurden. Wo das 2007er Album „Klage“ endete, greift das neue Werk mit noch ausgereifteren Melodienbögen, härteren Riffs und einem erneut abwechselungsreichen und kraftvollen Gesang von Frontmann „Numen“ um sich. Anfänglich wundert man sich über die sehr elektrolastige Einleitung zum Opener „Anrede“ die jedoch nach wenigen Sekunden vom synthetisch erzeugten Beat abweicht und eine geballte Ladung deutschsprachigen Gothic Metal auf die Hörerschaft abfeuert. Vor allem die verwendete Melodie im Refrain dieses Songs umgarnt wohlwollend und erinnert an einen Auszug einer Orchestersuite. Verwendete Pianoklänge erzeugen dabei ein noch eingängigeres Gesamtbild, besinnlich aber dennoch strotzend vor Kraft, ein toller Track. Mit weiterem Hören soll eines schnell bewusst werden „Legende“ lebt und atmet von den in den Vordergrund gehobenen orchestralen Klangwogen und einer gut durchdachten Melodienführung die sich mal zu beginn eines Tracks, dann wieder zur Mitte ins Gesamtbild einwebt. Da versetzt eine psychedelische Spieluhrmelodie schon mal zurück zu Kinderzeiten, wo der Tag sich neigt und es Zeit wird für die allabendliche Gutenacht-Geschichte. Hier wurde das bekannte Gedicht „Abendlied“ in der Version des Lyrikers „Ernst Moritz Arndt“ aufgegriffen, ein Song, bei dem sich die Konzerthallen während einer Live-Performance sicherlich in ein Lichtermeer aus geschwenkten Feuerzeugen verwandeln werden. Weitere Gedichtsvertonungen von z. B. Georg Trakl „Romanze Zur Nacht“, Goethe´s „Erlkönig“ oder Conrad Ferdinand Meyer´s „Chor Der Toten“ beweisen, dass dieses musikalische Genre noch lange nicht abgegrast ist. Jeder Track auf diesem Album greift thematisch das Konzept der Band auf, harter düsterer Metalsound, verschwört sich mit operalen und klassischem Gesang sowie berauschenden synthetisch erzeugten Melodienbögen.

Fazit :Dieses Werk dürfte symphonisch verliebten, romantisch veranlagten und düster hartgesottenen Musikliebhabern gleichermaßen gefallen. Ein packendes Gesamtbild anzusiedeln zwischen großartiger orchestraler Inszenierung und brachialer Gitarrenhärte. Der Gesang des musicalerfahrenen Sängers Numen besticht dabei nicht nur durch eine kräftige melodiöse Stimme, sondern auch durch ein charismatisches Lispeln doch stört dieses nicht im geringsten, vielmehr lässt es den Sänger nur sympathischer und authentischer wirken. Spürbar spielt die Aufarbeitung deutscher lyrischer Dichterkunst eine gewichtige Rolle, wünschenswert wäre jedoch zukünftig mehr eigene textliche Kreativität. Auf Dauer stelle ich mir eine Abhängigkeit von Niederschriften dahingeschiedener Autoren recht wagemutig vor, so könnte sich der Hörer bei einer weiterführenden Interpretation schnell übersättigt fühlen. Andre [A.S.]
Bewertung : 7.8 / 10


www.reflectionsofdarkness.com

Leichenwetter - Legende

LEICHENWETTER’s forte is to put poems of dead German or German-writing poets to the test of their music. They say it’s not so much to influence the youth to read poetry but because their singer Numen is fascinated by infusing the two components together. Hats off to him for he does it wonderfully well, it’s an aspect of their music I definitely enjoy not only because some of the poems he’s taken on are by some of my favourites (i.e. Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse and George Trakl) but because it punctuates the music with great atmosphere of poetic narration. Even if poetry is not something you enjoy, their music is epic and powerful enough and if you don’t know any German, it’ll be all the same to you anyway. Their singer’s voice is dramatic and strong, it’s very suitable for both the Power and Gothic brand of Heavy metal and it makes for a striking combination. After three albums released with EigenDistribution and Metal Axe, they’re bringing out their fourth one, ‘Legende’, with Echozone.

‘Romanze zur Nacht’ (Romance for the Night) - I’d love this even if it wasn’t George Trakl’s poem sung here. The fragile and strange beauty of his poems combined with LEICHENWETTER’s energetic rendering creates a wonderful song, no wonder that Echozone, their new label, included it with their compilation (VA Plasmatic Mutation). ‘Chor der Toten’ is a tremendous song, LEICHENWETTER worked it with a text by Conrad Ferdinand Meyer, and whilst the original is just a second rate poem with usual post-romantic fanfare (yawn) they fully elevate it. If they decide to cover lame living poets, they will become multi-millionaires for making bad poetry sound brilliant. The song itself has a chilly atmosphere in a beautiful way, cinematic and expressive vocal narration; the choir chorus a great touch also and together with superb music this rocks, one hell of a belter, and quite a memorable song it is! If this was the vinyl edition, it’d have melted by now by repeatedly playing it. Combining German with English in ‘Out of the Dark’ underlined with beautiful atmospheric built up comes for another arresting song.

In fact, each and every song deserves repeated listening and many times at that. This album is simply superb. What are you doing sitting there reading this? Go and get it already.

Rating
Music: 9
Sound: 9
Total: 9 / 10

Written by Petra Whiteley
Tuesday, 05 October 2010


Darkheartmagazine.de
Leichenwetter - Legende
(Echozone / Intergroove)

Manchmal braucht es eben vier Versuche bevor etwas richtig gut wird und dies ist bei Leichenwetter der Fall. Waren die ersten Alben eher stärker auf die sprachliche und gesangliche Seite fokussiert, rückt nun mit Legende die Musik in den Vordergrund und bildet mit den Texten von Ernst Stadtler, Clemens Bretano, Georg Trakl, Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich Heine eine wunderbare neuartige Fusion. Gedichte wie "O Schweig", "Erlkönig", "Abendlied" erhalten hier eine neue Interpretationsbasis und betonen die Düsternis, die diesen Gedichten doch innewohnt. Leichenwetter mögen es einfach hart und so wimmelt es auf "Legende" von harten Gitarrenklängen. In Kombination mit einerseits klassischen und andererseits elektronischen Klängen entsteht hier ein wunderbar symphonisches Werk, das von seiner dunklen Stimmung lebt und von tiefer Melancholie zeugt. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Leichenwetter sogar den Falco Song hier erstmals covern, den dieser zu Lebzeiten kurz vor seinem Tod noch vollendete - "Out Of The Dark" passt sich wunderbar in die Gedankengänge der anderen großen Dichter und Denker ein und läßt zudem auch Falco in einem neuen - weit literarisch anspruchsvolleren Licht erscheinen. Anspieltips: "Out Of The Dark", "Chor der Toten", "O Schweig". Fazit: Hochwertiger anspruchsvoller Düsterrock!

Wertung: (5/7) Monden


myrevelations.de

LEICHENWETTER - Legende

Die deutsche Gothic-Metal Combo Leichenwetter hat für ihr erstes Album "Klage" (2007) von mir einen völligen Verriss geschrieben bekommen. Schon damals haben die vier Musiker Texte deutscher Lyriker als Grundlage für ihre Musik genommen. Diese und den Gesang fand ich einfach und kurz gesagt scheiße! 2010 ist das dritte Album "Legende" draußen und ich glaube eine andere Band zu hören. Der Sound ist fett, der Gesang sitzt und das Lispeln des Frontmanns Numen ist eigentlich wenig zu hören, bzw. die Musik überdeckt es oft gut. Der Mann singt vom "Heldentenor" bis zum dezenten Growling alles recht gut. Lediglich bei der Covernummer von Falcos "Out Of The Dark" kommt der Sänger nicht so gut rüber. Die Keyboardteppiche lassen die Kompositionen eingängig klingen, die Riffs sind simpel aber fett und effektiv. Textlich hat man Autoren wie Goethe, Heinreich Heine, Georg Trakl oder Clenmens Brentano benutzt, manche sogar zweimal. Insgesamt ist das Ergebnis eine Überraschung und recht überdurchschnittlich ausgefallen. Nun liegt es an der Band die Songs kompakter und eigenständiger zu machen, weiter so!

Reviewed by: Thorsten Dietrich
Rating: 9/15


www.heavyhardes.de

Leichenwetter - Klage

Ein interessantes Konzept verfolgt die deutsche Industrial-Metal-Combo Leichenwetter auf ihrem neuen Album Legende, denn das Quintett vertont wichtige Werke der deutschen Literatur und kleidet sie in ein Gewand aus schweren Gitarren. So finden sich Texte und Gedichte von Ernst Stadler, Georg Trakl, Heinrich Heine, Clemens Brentano und Johann Wolfgang von Goethe in der Tracklist wieder und ich bin gespannt, wie diese wertvollen Texte in einer Metal-Aufmachung funktionieren. Nun kommt leider die große Enttäuschung, denn das Konzept hält nicht, was es verspricht! So erinnert jeder Song einfach sehr stark an eine Light-Version von Rammstein, was auch durch den Gesang durch Numen verstärkt wird. Etwas ungünstig gewählt ist auch die Geschichte des "Erlkönig", denn die Berliner Megaseller haben exakt jenes Gedicht von Herder in "Dalai Lama" vertont. Sieht man mal von der Vergleichen ab, schaffen es Leichenwetter auch einfach nicht, wirklich was Innovatives auf die musikalischen Beine zu stellen. Auch sehr gewagt ist das Falco-Cover von "Out Of The Dark", was vor allem wegen des schwachen Opern-Gesangs von Numen etwas merkwürdig klingt; ansonsten auch 1:1 umgesetzt und somit keine eigene Duftnote hinterlassen. Bei solchen literarischen Vorgaben hätte man mehr daraus machen müssen. Leichenwetter nehmen deutsches Schriftgut und kombinieren das mit Rammstein-Musik. Wenn die Band dieses Konzept weiterverfolgt und der Musik eine eigene Note gibt, dann kann da echt was draus werden.

Basti
3 von 6 Punkten


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